Bagan – Tempel, Pagoden und ein Hauch von Magie

Bagan-Tempel und Pagoden   Bagan - Tempel u Pagoden

Als ich mich auf den Weg nach Bagan machte um die Pagoden und Tempel des alten Königreiches Burma zu erkunden, wusste ich noch nicht, das schon die Anreise ein Abenteuer werden würde.

2:30 morgens. Die Zugfahrt war reichlich unbequem. In aufrechter Sitzhaltung ist es nicht möglich auf den harten Sitzen des Nachtzuges zu schlafen. Immer wenn ich doch in den Schlaf fallen wollte, riss mich mein Sitznachbar wieder aus dem selbigen weil er seinen Kopf an meiner Schulter lehnte. Vielleicht sollte ich mir für die nächste Nachtfahrt eine Strohmatte besorgen und es mir wie die Einheimischen auf den Boden im Mittelgang bequem machen. Man müsste zwar über mich steigen aber wie ich beobachtete sind die Einheimischen sehr geschickt darin. Auch die Verkäuferinnen, die ihre Waren teilweise in einem Korb auf dem Kopf trugen, schlängelten sich gekonnt durch die liegenden und stehenden Hindernisse im Zug um die Gäste mit Essen und Trinken zu versorgen. Frisches Obst, Wachteleier, Suppe, Reis mit Fisch oder Hühnchen, Erfrischungsgetränke und Alkohol.

Wenn man tagsüber mit dem Zug fährt kann sieht man auch die unschönen Seiten von Myanmar. Dörfer mit kleinen Hütten, nur mit einem Welldach. Entlang der Gleise liegt der Müll, der von den Reisenden achtlos aus den Fenster geworfen wird. Essen wir in einer Plastiktüte serviert. Selbst Getränke werden in einer Plastiktüte mit Eiswürfeln dargereicht. Die Tüten fliegen nach dem Verzehr aus dem Fenster.

Aber jetzt war es dunkel und vom Elend war nichts zu sehen. Allerdings auch nicht von den wunderschönen Landschaften Myanmars. Und so zog die rauchende Diesellok die Wagons über die mehr als 100 Jahre alten Gleise durch die Nacht.

8 USD für 4 Kilometer. Die Fahrer die bereits den Zug am Bahnhof erwartetet wähnten sich in einer guten Position. Es war 2:30 Uhr morgens. Die Touristen haben eine lange und unbequeme Zugfahrt hinter sich. Und in der Nähe gibt es keine Unterkunft. Zahlen oder laufen.

Ich entschied mich für die zweite Variante. Es sind nur ein paar Kilometer und auf dem Weg gibt es auch die ein oder andere Unterkunft, zeigte mir die App auf meinen Tablett an. Und so nahm ich meinen Rucksack und machte mich auf den Weg.

Die ersten Versuche eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden waren erfolglos. Zu teuer, ausgebucht oder ein Hund versagte mir den Zugang zur Nachtglocke. 4 Kilometer können ganz schön lange sein bei völliger Dunkelheit. Nur das schwache Licht des Tablets und das GPS der App gaben mir die Sicherheit, das ich auf dem richtigen Weg bin.

Plötzlich hörte ich Schritte. Als ich mich umdrehte erstarrte ich für einen kurzen Augenblick. Im schwachen Licht sah ich sie. Hinter mir standen 5 Hunde. Es schien so als hätten sie sich versammelt um gemeinsam auf Jagd zugehen.
Für einen kurzen Moment standen wir uns gegenüber. Grün leuchteten die Augen im schwachen Licht. Ich hatte nichts um einen Angriff abzuwehren. Mir fiel nichts besseres ein als mit dem Fuß auf dem Boden zu stampfen und einen lauten Schrei auszustoßen. Gut das hat gewirkt. Die Hunde machten sich davon. Wo sind die Motortaxis wenn man sie braucht. Jetzt würde ich eins nehmen.

Als ich endlich in Nyaung U ankam begann gerade die Morgendämmerung. In der Ferne konnte ich die ersten Umrisse der Pagoden von Bagan sehen. Die Sonne ging auf und die Magie der alten Königsstadt breitete sich über das Land aus.

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Erstmal frühstücken dachte ich mir als ich an einem Localrestaurant antraf. Vielleicht kann mir der Gastwirt sagen wo ich ich eine günstige Unterkunft finde. Die Kommunikation verlief schwierig. Sprachlich konnten wir nicht miteinander kommunizieren. Also versuchte ich pantomimisch mein Anliegen darzulegen. Mit Geduld und den unbedingten Willen mir weiterhelfen zu wollen zeigte er mit der Hand über die Straße. „Hotel Eden“ stand an dem Gebäude. Natürlich musste ich vorher seinen ausgezeichneten Kaffee probieren. Echter Kaffee. Gebrüht. Nicht dieser 3 in 1 wie man ihn üblicherweise in Myanmar bekommt. Für das Sandwich haben meine pantomimischen Fähigkeiten nicht gereicht. Es gab 2 Scheiben Toast. Nicht getoastet.

 

Nyaung U ist ein kleiner Ort kurz vor Old und New Bagan. Hotels, Guesthouser und Hostels gibt es hier zahlreich. Kleine Geschäfte, Lokalrestaurants, Westernfood. Tempel, Pagoden und in den kleinen Werkstätten gehen die Handwerker mit einfachsten Werkzeugen ihrer Arbeit nach. Auf den Baustellen tragen Frauen schwere Eimer mit Sand gefüllt oder schwere Steine. Ein Bild das ich oft in Myanmar gesehen habe. Frauen die zusammen mit den Männern schwere körperliche Arbeit verrichten. Dabei sind sie von Kopf bis Fuß bekleidet und zeigen keine Haut. Und das bei Temperaturen von weit über 30 Grad. Die Männer tragen Hemd und ihren Wickelrock. Und natürlich Flip Flop

Auf dem Localmarkt findet man alles. Kleine Stände mit tollem Essen, Frisches Obst, Fleisch, Gemüse, Kleidung, Autoteile, Haushaltswaren, Gewürze und natürliche Tee und Reis. Reis ist das Hauptnahrungsmittel in Myanmar. Morgens Reis, Mittags Reis, Abends Reis. Reis hat den größten Teil der Landwirtschaft in Myanmar. Gleich danach kommt grüner und schwarzer Tee. Die Blätter werden per Hand gelesen und aufwendig fermentiert. Die fermetierten Blätter werden nicht nur als Tee verwendet sondern werden nach Zugabe von Tomaten, Zwiebeln, Chili und ein paar Gewürzen als leckere Beilage zum Reis gereicht.

Von Nyaung U ist es nicht weit nach Old oder New Bagan. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Zeugnisse der alten magischen Königsstadt zu erkunden. Du hast Angkor Wat gesehen und warst begeistert. Dann mach dich auf was gefasst.

Bagan war die alte Hauptstadt des Königreiches Burma. Die über 2000 Pagoden bezeugen die letzte Herrscherzeiten des Königreiches Diese gilt es in den nächsten Tagen zu bestaunen und die Magie die dieser Ort versprüht zu spüren.

Ein paar Tipps wir du die alte Königsstadt erkunden kannst:

Mit einem Guide:
Einige Guides sprechen gutes Englisch.Sie können dir von der Geschichte der alten Königsstadt erzählen. Dabei kannst du wählen ob du die Tempel und Pagoden mit der Pferdekutsche, dem Fahrrad oder E-Bike erkunden willst

Auf eigene Faust:
Natürlich kannst du dir an zahlreichen Stellen und vielen Hostels, Hotels und Guesthousern ein Fahrrad oder E-Bike ausleihen oder die Anlagen zu Fuß erkunden.

Natürlich darf man nicht vergessen die fantastischen Sonnenauf- und untergänge. Ein wundebares Spektakel am Himmel mit einen Hintergrund das seines gleichen sucht. Die bekanntesten Tempel und Pagoden sind zu diese Zeiten sehr überlaufen. Ich finde das nimmt dem Schauspiel die Magie. Am besten du suchst dir deinen eigenen Ort und geniest diese Moment in einer klenien Gruppe oder für dich allein. Du hast über 200 Pagoden zur Auswahl.

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Warst du schon in Bagan? Wie hast du diesen magischen Ort erlebt?
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