Mit dem Zug durch Thailand

Bangkok, Chiang Mai, oder die Inseln im Süden kennt wohl jeder, der schon mal in Thailand war. Aber kennst du Uttaranit, Nakhon Sawan oder Lop Buri?

Uttaranit (1)

Ich habe während meiner in Südostasien weitgehend auf Flüge verzichtet. Insgesamt bin ich in den zehn Monaten nur drei Mal geflogen. Ansonsten bin ich die Wege gefahren wie es die Einheimischen tun. Mit dem Zug in der Holzklasse, Localbus oder Boot. Ich möchte die Orte so sehen und erleben wie es die Menschen tun die hier leben. Das gelingt am besten wenn ich mit ihnen im Bus, Boot oder Zug sitze. Es ist nicht nur billiger, sondern gibt mir auch die Möglichkeit mit den Menschen zu sprechen oder Orte zu sehen die ich so nicht sehen würde. Situationen die ich so nicht erlebt hätte wäre ich mit dem Flugzeug einfach nur über die teilweise atemberaubenden Landschaften geflogen.

Mit dem Zug durch denThailand
Billig, ausreichend Platz und keine Touristen.

Zugegeben, es ist oft sehr anstrengend und zeitraubend stundenlang auf Holzsitzen oder auf dem harten Boden des Holzbootes zu sitzen aber die Erfahrungen und Erlebnisse machen das wieder wett.

 

Uttaranit (9)

Dieses mal hab ich mir für den Weg vom Norden Thailands Richtung Süden etwas besonderes einfallen lassen.

Ich hatte eine Menge Münzgeld welches ich in meinen Hosentaschen aufbewahrte, da ich keine Geldbörse mit mir trug. Um dieses los zu werden hatte ich folgenden Einfall. Ich ging zum Bahnhof der jeweiligen Orte in denen ich mich aufhielt, griff in die Hosentasche, holte ein paar Münzen heraus und kaufte mir entsprechend der Summe die ich in der Hand hielt ein Zugticket. So kam ich an Orte von denen ich noch nichts gehört habe.  Oft sind die Bahnhöfe außerhalb der Ortschaften und so lief ich weite Wege in den Ort um mir einen Platz zum schlafen zu suchen. Mancherorts gab es keine oder kaum Touristen. In einigen Orten war die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit sehr schwierig. In den Restaurants gab es keine englischen Speisekarten und die Menschen sprachen kaum englisch. Dennoch gaben sich die Menschen alle Mühe mir weiter zu helfen. Oft stand eine ganze Traube Menschen vor mir von denen meist die jüngste als Dolmetscherin diente, da sie als einzige ein paar Worte englisch sprach. Es war oft ein witziges Schauspiel wie sie so vor mir standen und miteinander diskutierten und nach der passenden Lösung suchten. Ich verstand natürlich nur Bahnhof aber trotzdem fand ich so immer was ich suchte. Egal ob einen Platz zum schlafen, Sehenswertes oder einen Platz mit leckeren Essen.  Eine Frau drückte mir einfach so eine Flasche Wasser in die Hand nachdem ich das zweite Mal an ihrem Haus auf der Suche nach einem Guesthouse oder ähnliches vorbei kam.

Phisanoluk (5)
Streetart in Phitsanulok

Ein anderes mal hielt eine junge Frau mit einem Motorroller und fragte warum ich den bei dieser Hitze zu Fuß unterwegs bin. Sie konnte es gar nicht glauben, das ein Mensch das einfach so tut und bat mir Geld an um mir ein Tuk-Tuk zu nehmen.Natürlich lehnte ich ab und versicherte ihr das ich wohl in der Lage bin mir ein Ticket zu nehmen. So kann ich die Natur und die Landschaften mehr genießen, als wenn ich mit dem Tuk-Tuk oder Mototaxi fuhr.  Ich konnte ihr genau ansehen das sie intensiv überlegte wie sie mich noch auf ihren Roller bekommt. Doch dieser war überladen mit den Einkäufen vom Markt.  Nachdem ich ihr gezeigt hatte, das ich auch ausreichend zu trinken hatte, fuhr sie dann doch ungläubig weiter.

So setzte ich meinen Weg fort durch die heiße Sonne Thailands. Ich merkte wie ich vor mich hin lächelte. Das sind die Situationen die mich in meinen tun bestätigen. Mit dem Flugzeug hätte ich diese nicht erlebt.

 

Nahok Sawan@culianary-trips.de

 

Mein Weg mit dem Zug durch Thailand führte von Chiang Mai über Uttaraditt, Phitsanulok, Nakhon Sawan, Lop Buri und Ayutthaya nach Bangkok.

 

Wie bewegst du dich auf deinen Reisen fort. Warst du schon mal in Uttaraditt oder, Phitsanulok?

 

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